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Der Tag ist in die Nacht verliebt – Ausstellung in der Pilgerkirche Belgershain

6. Juli 2021

Es ist erstaunlich, wie hell die Städte am Abend strahlen. Schon von Weitem sieht man einen rötlichen Schein, der fast wie eine Kuppel über ihnen liegt. Wie ein ewiges künstliches Morgenrot. Die Straßenbeleuchtung und die Lichter in den Häusern … irgendwo ist es immer licht. Und irgendwer ist immer unterwegs. Die Stadt pulsiert 24 Stunden am Tag. Längst ist die Unruhe der Städte und ihr stetes Licht auch in den Dörfern angekommen.

Das gilt auch im Alltag: Tag und Nacht ist man erreichbar, Tag und Nacht kann man sich Hörspiele oder Fernsehsendungen anschauen. An vielen Orten auf der Welt sind Läden rund um die Uhr geöffnet. Das, was frühere Jahrhunderte mit der Nacht verbunden haben: die Ruhe, aber auch die Bedrohung erleben Menschen, zumindest in den Industrienationen bestenfalls ansatzweise. Die Nacht ist im Schwinden.

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Gib der Stille in dir Raum – Onlineseminar

2. Dezember 2020

Jetzt steht es fest: Das Seminar findet online statt. Herzliche Einladung!

Poesie und Fotografie

In diesem Jahr ist alles anders – und das nächste wird auch etwas anders beginnen. Das Stille-Seminar wird als Online-Kurs stattfinden. Herzliche Einladung dazu!

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Pomßener Adventskalender, 1.12.

1. Dezember 2020

Der Adventskalender ist online! Herzlichen Dank an alle, die das ermöglicht haben: an unsere Spender und Unterstützer, an die Ratgeber, die die Texte mit mir durchgesehen haben, an die, die uns ermutigt haben, dieses Projekt zu starten. Danke an alle! Und nun: genießt die Tage auf dem Weg zur Weihnacht auch und gerade in diesem Jahr.

Poesie und Fotografie

Heute beginnt die Adventskalenderzeit online!

Und natürlich kann man die dazugehörige CD auch bestellen für 7,00 € + Versand: Mail an mich, an die Kirchgemeinde Pomßen-Belgershain oder eine Nachricht an La Protezione della musica:

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Liebe …

28. November 2020

Es tut weh. Es tut in der Seele weh, wenn ich Formulierungen und Diskussionsbeiträge auf Blogs, Kommentare oder Posts lese, die derzeit das Netz bevölkern. Nicht alle sind unsachlich oder verletzend, aber doch sehr viele.

Ich bekenne, ich bin Christin. Und ich bin es gern. Ich bin zutiefst verbunden mit dem Vertrauen in einen Urgrund, der tiefer und weiter reicht, als ich selbst es schaffen oder gestalten könnte. Nach jüdischem Urbekenntnis, in das die Christen einstimmen, ist Gott eine befreiende Kraft, die den Menschen liebt und dem Leben dient. Diese Kraft schafft Raum für Freiheit, auch wenn ich es nicht erahne, nicht zutraue und nicht glauben kann.

Und sie führt, fragmentarisch und doch spürbar in eine Liebe, die mehr ist als ein romantisches Gefühl: Lieben deinen Nächsten, denn er ist wie du. Ein Satz, der sowohl in den hebräischen als auch in den griechischen Schriften zu finden ist. Ein Satz, der mich herausfordert: Der andere Mensch ist wie ich. Er hat Angst und er hat seine Grenzen, er ist wütend und er ist freundlich, er ist hoffnungsfroh und verzweifelt. Wie ich – in Verzweiflung und Mut und Sehnsucht und Hoffnung. Sich hineinzudenken, hineinzufühlen in diesen einen Satz ist schwer.

Wenn ich mir diesen Satz sich zu eigen mache, wenn ich das Wort Liebe in dieser Weise ausspreche, dann erübrigen sich Anwürfe und Verurteilungen. Dann ist der Mensch neben mir eben dieser Mensch – und nicht unmittelbar und sofort Teil einer Gruppe oder Bewegung. Dann gibt es für mich die Querdenker nicht. Es gibt Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen und mit unterschiedlichsten Hintergründen ihre Meinung bilden – und sie zum Ausdruck bringen. Manche reden darüber und manche werden laut. Und unter ihnen sind Menschen, die offensichtlich der Meinung sind, zu wenig gehört zu werden und sich darum öffentlich darstellen zu müssen. Das ist zunächst einmal ein normaler Prozess.

Schwierig wird es dann, wenn gute und sinnvolle Argumente gleichwertig neben dem stehen, was dieses Ziel – gehört zu werden – in Frage stellt. Und gefährlich für dieses Ziel wird es, wenn man sich öffentlich äußert, ohne die eigene Meinung hinterfragt und reflektiert zu haben.  Auf den absurden Vergleich zu Sophie Scholl, die dafür hingerichtet wurde, weil sie ihre Meinung auf Zettel schrieb und verteilte – auf einer genehmigten Demonstration, die von der Polizei abgesichert wurde, ist bereits oft genug verwiesen worden. Aber Vergleiche dieser Art sind meiner Meinung nach auch ein deutliches Zeichen dafür, wie wenig Leid, wie wenig Eingrenzung Menschen in Deutschland in den letzten Jahren erlebt haben. Es ist offensichtlich gar nicht mehr bewusst, wie stabil und friedlich es hier war – trotz aller Konflikte und trotz aller schwierigen Situationen, mit denen sich Menschen auch hier auseinandersetzen müssen. Es sind dennoch vergleichsweise milde Formen.

Auf der anderen Seite befremden aber ebenso Formulierungen wie „Killervirus“, „Übersterblichkeit“ oder „wachsende Sterblichkeit“. Keine Frage: Die Erkrankung an Covid 19 kann einen sehr schweren Verlauf nehmen und man kann daran sterben. Und es sterben viele Menschen daran. Aber eine Ebola-Epidemie ist es dennoch nicht. Und die Sterblichkeit beträgt auch heute, wie zu jeder Zeit 100%. Was soll bitteschön eine „Übersterblichkeit“ oder eine „wachsende Sterblichkeit“ sein? Sterbe ich dann zweimal?  Das ist inhaltlicher Blödsinn. Und es wird auch nicht besser, wenn es, wie durch die Medien der Eindruck vermittelt wird, mehr Menschen laut hinausschreien. Jeder stirbt. Das ist das sicherste Wissen, das ich über mich selbst habe. Es ist sicherer als meine Hoffnung, dass ich morgen früh wieder erwachen werde. Diese Wahrheit gilt für mich – und sie gilt für jeden Menschen/Lebewesen. Und es ist eine harte Wahrheit. Auch ein Mensch mit 90 Jahre stirbt nicht leicht. Egal ob gesund oder vorerkrankt. Und es ist schwer, einen Menschen gehen zu lassen. Und man möchte nicht dafür verantwortlich sein. Dafür sich einzuschränken, gehört nicht erst seit Corona zu einem rücksichtsvollen und achtsamen Umgang miteinander. Quarantäne und Ferne, gebotener Abstand von denen, die nicht erkrankt sind, gibt es seit Jahrtausenden. „Der Mensch neben dir? Er ist wie du.“

Politik hat nach meinem Verständnis die Aufgabe verantwortlich Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen braucht unsere Gesellschaft immer. Sie braucht dies umso mehr in dieser Zeit, in der vieles schwer absehbar ist, in der Ängste wachsen und auch finanzielle Nöte öffentlicher werden. Und unsere Gesellschaft, in der komplexe Systeme ineinander greifen, wie es im Gesundheitssystem der Fall ist, braucht sie um so mehr. Ein wesentlicher Teil des Lebens in der hiesigen Demokratie ist der Diskurs, ist die Auseinandersetzung, die Diskussion und der Streit über die Sinnhaftigkeit dieser Entscheidungen. Das ist nicht antidemokratisch, sondern nötig. Der Ton aber, in dem dieser Diskurs derzeit häufig geführt wird, ist oft unerträglich.

Wenn der andere Mensch ist wie ich, dann haben weder er noch ich das alleinige Recht auf Wissen und Erkenntnis, dann ist in vielen Positionen Wahrheit enthalten. Dem anderen seine Wahrheit abzusprechen, wie es derzeit häufig geschieht, ist weder demokratisch noch menschlich.

Bisweilen, sagte Konstantin Wecker in einem Lied, seien nicht die Lauten, sondern besonders die Leisen stark – gerade darum, weil sie leise und klar sind. Denn sie haben noch im Blick, dass der andere Mensch wie ich ist, dass ich indem ich mich selbst annehme und liebe, gar nicht umhin kann, den anderen auch zu lieben – und indem ich mich dem anderen zuwende erkenne: ich bin ebenso, wie er, wie sie, wie dieser Mensch. Diese Erkenntnis kann aus der Selbstvergötterung wie aus der Selbstablehnung herausführen in ein gesundes menschliches Miteinander. Sicher nicht perfekt, aber immerhin liebenswert. Diese Art des Miteinanders haben wir heute nötiger denn je.

Pilgern auf anderen Wegen

26. September 2020

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung im Caritas FamilienLocal, Ringstr. 2 in Leipzig. Den Kalender kann man ab sofort vorbestellen. Auslieferung ab Oktober 2020.

Poesie und Fotografie

Es ist wieder soweit! Das Jahr schreitet voran. Die Ausstellung in Belgershain ist schon fast dabei weiterzuwandern. Der Kalender ist auf dem Weg.

Olavskreuz am Beginn des Pilgerwegs (c) Hans-Peter Heinze

Passend zum Thema „Pilgern“ reisen Bilder und Texte im Oktober aus dem Leipziger Land in die Stadt. Mag sein, dass dies kein offizieller Pilgerweg ist. Aber dieser Weg, der zu sehen sein wird, gehört für die meisten auch zu den unbekannten Wegen: Der Olavsweg in Norwegen. Heike und Hans-Peter Heinze sind ihn 2012 gegangen und geben einen Einblick in ihre Erfahrungen. Und ich begleite sie dabei mit lyrischen Impulsen.

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Auf dem Weg. Kreuzweg für Kinder

7. April 2020

Bilderkreuzweg in Kleinbardau

In Kleinbardau bei Grimma findet in jedem Jahr in der Passionszeit ein Bilderkreuzweg statt. Mit Bildern, Orgelmusik und Gebeten denken wir über das Leiden nach und gehen Jesu Weg mit.

In diesem Jahr ist uns das auf diese Weise leider nicht möglich. Deshalb ist die Idee des Steinkreuzweges entstanden. Acht Bilder mit Acyrlstiften auf Stein gemalt, folgen dem Leidensweg Jesu bis Ostern. Sie sind entlang des Friedhofsweges ausgelegt, so dass jeder bei seinem persönlichen Spaziergang dem Kreuzweg folgen kann.

Steinkreuzweg für Kinder

Manchmal müssen wir Wege gehen, vor denen wir uns fürchten. Wir können nicht einfach davonlaufen. Wir können auch nicht einfach gar nichts tun. Wir müssen mit unserer Angst weitermachen.

Wir können uns aber auf unserem Weg Gott anvertrauen. Wir vertrauen darauf, dass er es gut werden lässt. Selbst wenn es nicht danach aussieht. Denn unser Gott liebt das Leben.

Deshalb erzähle ich dir von Jesus in Jerusalem. Ich erzähle dir vom Kreuzweg.

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Den Weg gehen. Kreuzwegandacht für die Gemeindebereiche Pomßen und Otterwisch

6. April 2020

Ostern zu feiern diesen Tagen, in denen die ganze Welt sich mit einem neuartigen Virus auseinandersetzt, ist eine Herausforderung. Und zugleich sprechen die alten Texte anders zu uns, stellt sich die Frage nach dem Leben mit Leid neu. Was ist das Leben und was ist der Tod? Welchen Sinn hat mein Leben? Wo finden wir heute Trost?

Wir, die diese Andacht gestaltet haben, laden Sie ein, mit uns zu beten, zu singen, sich auf die Suche nach Hoffnung zu begeben.

Schweige und höre

Gebet: Du, Vater des Lebens, mach uns stark, stark im Glauben an ein Leben, das allen Toden dieser Welt, allen Zerstörungen und allem Willen zum Hass gewachsen ist, das Geborgenheit findet, dennoch, in dir. Amen

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Achtsamkeit sei Widerstand

15. Juli 2019

Ich kann es nicht mehr hören! Selbst wenn man in einem Lesecafé sitzt und eigentlich, sinnfrei und ganz selbstvergessen, lesen und genießen will, verfolgt es einen. Am Nebentisch. Zwei junge Frauen, fast noch Mädchen. Und offensichtlich haben beide bereits Therapie-Erfahrung. Und raisonieren lautstark und sehr wissend über das große Thema Achtsamkeit.

Postkarte von Poesie und Fotografie, Text: Bettine Reichelt, Foto Fabian Haas

Ich kann dieses Wort derzeit wirklich kaum noch ertragen. Nicht des Inhalts wegen. Der wäre schon wichtig. Aber derzeit geht es beim Thema Achtsamkeit nur noch sehr selten um den großen, spirituell anspruchsvollen und nur langsam zu erschließenden Inhalt. In den meisten Fällen geht es um Selbstbespiegelung und um Selbstoptimierung. Das geistliche Leben, immer bedroht für andere Zwecke genutzt zu werden, dient mittlerweile, getrennt von seinen stillen, tiefen Wurzeln, als Schnellbesohler für erschöpfte Seelen.

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Lesungen zur Buchmesse in Leipzig 2019

19. März 2019

Auch in diesem Jahr bin ich wieder auf der Buchmesse vertreten. Ich freue mich auf alle, die zu den Veranstaltungen kommen werden.

Die Textwächterinnen finden Sie in Halle 5/G307.

Donnerstag, 21. 3. 2019

16.00 Uhr, Caritas FamilienLOCAL, Ringstr. 2

Märchenzeit. Lesung für Kleine und Große mit Bettine Reichelt

20.00 Uhr Buchhandlung Am Sonnenpark, Franzosenallee,                

Wiener Worte, Linzer Torte, Leipziger Allerlei,

Lesung und Vorstellung der Krimi-Anthologie „Mord im Drei-Länder-Eck“ des Syndikats mit Autoren aus Österreich und Deutschland,      Moderation: Bettine Reichelt

Freitag, 22. 3. 2019

15.00 Uhr (Kaffeetrinken ab 14.30)  Paulusgemeinde Leipzig Grünau , Alte Salzstr. 185

Krimi-Café: Lesung und Vorstellung der Krimi-Anthologie „Mord im Drei-Länder-Eck“ mit Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Moderation: Bettine Reichelt

Im Labyrinth des Lebens: Der Kalender ist da!

10. Oktober 2018

Der neue Kalender ist da: „Im Labyrinth des Lebens. Begegnungen mit einem Menschheitssymbol“. Bestellungen sind ab sofort möglich.

Poesie und Fotografie

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Wenn morgen die Sonne aufgeht, bin ich beinahe schon unterwegs: Der Labyrinthkalender kann aus der Druckerei geholt werden. In diesem Jahr sind die Bilder von Erwin Reißmann.

Direkt von der Druckerei fahre ich dann nach Leipzig-Grünau. Ab 9.30 ist Ausstellungseröffnung im Caritas FamilienLOCAL: Einmal im Jahr Bilder und Texte von Poesie und Fotografie, einmal im Jahr Gespräche mit nun teilweise nun schon vertrauten Höreren und Hörerinnen, Zuschauern.

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Es ist schön, dass es solche Orte gibt, an die man zurückkehrt und von denen man aufbricht, an denen man sich begegnet und auf einander hört. Morgen also auf ein Neues. Und wer nicht dabei sein kann: den Kalender kann man auf jeden Fall bestellen bei lektorinatbettine-reichelt.de.

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… habt mit allen Menschen Frieden

16. September 2018

Frieden – auf diese Weise, das scheint mir das Gebot der Stunde. Wir ergehen uns an vielen Stellen und vielerelei Weise in Schuldzuweisungen und in Vorhaltungen. Das schafft Fronten, die man verteidigen muss. Sich wirklich dem Frieden zu widmen bedeutet mit sich selbst und den anderen Frieden zu schließen.
Es bedeutet nicht, keine Grenzen mehr zu setzen. Aber sie klar zu setzen – und es dabei zu belassen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir brauchen unter uns Menschen, die so mit dem anderen umgehen und die es anderen beibringen können, so zu leben.

Mystik aktuell

Foto: © wak

Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an.

Die geschwisterliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung vor.

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht.

Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.

Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.

Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.

Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Römer 12, 9 – 18). Diese Passage wurde bei der Friedensandacht in der Evangelischen Emmaus-Gemeinde vorgelesen. …

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Lyrikfest und Begegnungen der anderen Art

9. September 2018

Bewegenden Gespräche und eine Rückreise, über die ich noch lange nachdenken werde.

Poesie und Fotografie

Auf zum Lyrikfest!

Die Bahn ist immer für eine Überraschung gut – und das Internet umso mehr. Und natürlich ist es auch eine Herausforderung, per Auto anzureisen. Aber alle schrägen Entwicklungen der Anreise konnten nicht verhindern, dass sich wieder am 1. Wochenende im September Lyrikfreunde in Marga-Gartenstadt trafen, um über Literatur, Lyrik und ihren Traum vom Leben zu reden.

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Begegnungen

In diesem Jahr standen die Gespräche verstärkt unter dem Blickwinkel der aktuellen Ereignisse. Wir alle fragten uns: Wie bleiben wir sprachfähig, wie helfen wir vor allem Heranwachsenden dazu, sprachfähig zu werden, Kunst als Freude und als Entlastung zu erleben, als eine Bereicherung in jeder Lebenslage.

Leseablauf 8.9.2018

Natürlich gab es angesichts der Förderung von literarischen Projekten in einer Gegend, in der wenig „Reiche“ leben, in der jeder Mensch, der sich dem Wort widmet einen eigenen Hoffnungsstern darstellt, viel Kritik an der derzeitigen Verteilung der Gelder, an absurden Regelungen, wie: Eine Gruppe kann…

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Im Labyrinth des Lebens. Neue Ausstellung in der Kirche Leipzig-Zuckelhausen

5. September 2018

Ich freue mich, dass die neue Ausstellung nun in Zuckelhausen zu sehen ist. Im Oktober werden wir dann ebenfalls im Caritas FamilienLOCAl (Ringstr. 2) in Leipzig-Grünau zu sehen sein.

Poesie und Fotografie

Mein alter Freund Otto-Ernst Drephal hätte wohl auch zu Zuckelhausen gesagt: Das ist ein Ortsname, den man nur niesen kann. Ein heiterer, leichter Name. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir mit einem Symbol, das Tanz und ein Ballspiel in den ach so strengen Gottesdienstablauf integrierte, in die Kirche Zuckelhausen gezogen sind: Seit 26.8.2018 sind Bilder von Erwin Reißmann ( https://bloggermymaze.wordpress.com/) , begleitet von Texten von mir (Bettine Reichelt) zu sehen.

Im Außenbereich der Kirche ist nach dem Entwurf „Tanzendes Kreuz“ ein Rasenlabyrinth entstanden. Wer es besuchen möchte, melde sich bitte im Pfarramt Holzhausen oder direkt bei mir. Öffentlich zugänglich ist es derzeit vor und nach Veranstaltungen.

Bei dieser Gelegenheit besuchten wir auch das Rasenlabyrinth im Leipziger Küchenholz (Entwurf und Anlage auf Initiative von Angelika Koraus) und das Labyrinth an der Fahrradfahrerkirche in Erdmannshain (Entwurf und Anlage Norbert George):

In Vorbereitung ist ein Kalender mit Fotos und Textauszügen der…

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Die sichtbare Präsenz Gottes

3. September 2018

Anwesend und abwesend
Offensichtlich war es zu allen Zeiten eine Herausforderung, Gottes Nähe zu erfahren. Simone Weil teilte diese Erfahrung mit Dietrich Bonhoeffer, der in seinen Gefängnisbriefen sinngemäß schrieb: Vor und mit Gott leben wir ohne Gott. Wir müssen in der Welt fertig werden etsi deus non daretur – aber genau dieses eben vor und mit Gott. Gott lässt sich aus der Welt hinausdrängen ans Kreuz – und ist gerade so ganz bei dem Menschen, der seiner Hilfe bedarf.
Wir haben die Barmherzigen bitter nötig. Die Menschen, die sich noch etwas zu Herzen gehen lassen und nicht nur in Wut aufschreien, sondern den schier unglaublichen Mut haben, verfeindeten Seiten zuzuhören und in beiden Fällen nicht nur den Hass und die Zerstörung sondern auch Angst und Leiden zu sehen und so einen Ausweg aus einer Situation finden können, die in der Konfrontation nicht lösbar ist.

Mystik aktuell

Simone Weil im Jahr 1921 / Bild: wikimedia, gemeinfrei

Gott ist abwesend in der Welt,
außer durch die Existenz derer,
die seine Liebe leben.

Sie müssen in der Welt sein
mit ihrer Barmherzigkeit.

Ihre Barmherzigkeit
ist die sichtbare Präsenz Gottes.

Lassen wir es an Barmherzigkeit fehlen,
trennen wir grausam eine Kreatur und Gott.

Simone Weil (1909 – 1943)

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Im Labyrinth des Lebens. Ausstellungseröffnung und Eröffnung des Labyrinths in Zuckelhausen

14. August 2018

Am 26. August 2018, ab 10.00 Uhr, lädt das Berggut Holzhausen zum Frühstück an den Teich in Zuckelhausen. Traditionell kann man seinen Picknickkorbe mitbringen und gemeinsam mit anderen den Sonntag morgen beginnen. Im Gottesdienst am Teich werden wir uns mit dem Labyrinth auf den Weg ins Neue begeben. Alle, die einen neuen Weg beginnen, werden, wenn sie es möchten, gesegnet.

Labyrinth in Leipzig (Küchenholz)

Labyrinth in Leipzig (Küchenholz)

Im Anschluss lädt die Kirchgemeinde zur Ausstellungseröffnung „Im Labyrinth des Lebens“ in der Kirche Leipzig-Zuckelhausen, Ausstellung von Erwin Reißmann (Bild), Würzburg, und Bettine Reichelt (Text).

Am Labyrinth vor der Kirche „Tanzendes Kreuz“ nach dem Entwurf von Erwin Reißmann werden wir gemeinsam Trommeln. Friedhelm Bretschneider (http://www.klangundleben.de/) wird die, die Lust haben, mit Instrumenten versorgen. Lassen Sie sich überraschen von dem Weg, den Sie entdecken. Herzliche Einladung zu Frühstück, Gottesdienst, Ausstellung und Entdeckungen im und am Labyrinth.