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Die Blume. Ermutigung für graue Tage

11. November 2009

Rosen am Wegrand

Fahrrad fahren in der Stadt, an einem ganz normalen Tag … Und dann liegt irgendwo, unerwartet ein Blume auf der Straße. Ich habe damit nicht gerechnet. Eher war ich im Frust, weil wieder einmal diverse Anträge an Ämter zu schreiben waren. Weil wieder einmal alles anders lief, als ich es mir gedacht hatte. Und da liegt sie, mitten auf der Straße. Verloren. Wie ich, denke ich, verloren im Dschungel der Großstadt, der Ämter, einer ungewissen Zukunft. Und ich kann es nicht lassen, ich kehre um und hebe sie auf. Jetzt steht sie hier neben mir in der Vase und blüht, blüht nur für mich.

Eine banale Morgenbegegnung hat meinen Tag verändert. Ich hätte mich in meinen Frust eingraben können. Das steht mir immer noch frei. Aber neben mir blüht diese Blume. Sie hat sich nicht zerstören lassen von ihrem Fall. Sie wird für mich zum Zeichen für das Gute, das es dennoch zu finden gibt. Manchmal fällt es anderen zufällig aus dem Strauß. Manchmal wird es mir überreicht. Es ist vielleicht nicht so wichtig, wie und warum mich diese kleinen Begegnungen aus meinem Alltagsfrust reißen, wesentlicher ist, es sie tun zu lassen. Denn sie verändern mein Lebensgefühl, wenn sie auch die Alltagslast nicht ändern können. Vieles tut sich leichter mit dem Blick auf die Blumen der Welt. Wie schwierig sich mein Leben auch immer gestalten mag, es gibt dennoch einen anderen Blickwinkel, erfreuliche Begegnungen, ermutigenden Anfänge. Damit ändere ich noch nicht die große Politik, aber vielleicht das eine oder andere in meinem Umfeld. Die Blume, die meinen Tag zum Leuchten bringt, macht mich vielleicht fähig, das weinende Kind der Nachbarin zu trösten. Das getröstete Kind hilft der eigenen Mutter zu einem entspannteren Abend. Eine entspannte Mutter geht am nächsten Morgen fröhlich aus dem Haus … Sind wir uns dessen bewusst, wie unsere kleinen Handlungen das Leben verändern können? Was auch immer wir tun, es ist wesentlich, für uns selbst und für die Menschen neben uns.

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2 Kommentare leave one →
  1. 26. November 2009 16:46

    Kleine Dinge können viel bedeuten. Es Lebenskunst, sich an der Rose auf dem Asphalt, dem Sonnenstrahl am Morgen oder dem frechen Spatz auf dem Fensterbrett zu erfreuen. Wenn man genau hinsieht, ist die Welt voller schöner kleiner Dinge. Leider hat man aber manchmal nicht den Blick dafür…

    • 26. November 2009 18:48

      Das ist das Problem. Man hetzt durch den Tag und es gibt so viel Wichtiges – meint man, und dann verpasst man das eigentliche … 😉

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